LAbg. Bgm. Ferdinand Hueter zu Natura 2000: SPÖ-Abgeordnete fallen eigenem Landeshauptmann in den Rücken

Offenbar sind für die SPÖ-Kärnten Beschlüsse der Landeshauptleutekonferenz nichts wert. VP-Dringlichkeitsantrag umfasste sämtliche Nachnominierungen von Natura 2000-Gebieten.

Klagenfurt (16.11.2017) – Im Einklang zum Beschluss der Landeshauptleutekonferenz von voriger Woche brachte die Kärntner Volkspartei heute im Landtag einen Dringlichkeitsantrag ein. Inhalt des Antrages war, dass sich Kärnten gegenüber der EU-Kommission dafür ausspricht, dass keine Verhandlungen über Nachnominierungen von Natura 2000-Gebieten mehr geführt werden, solange nicht mittels Evaluierung innerhalb der anderen EU-Mitgliedsstaaten festgestellt wurde, dass Österreich tatsächlich einen deutlichen Rückstand aufweist.

„Mit der Ablehnung des Antrages durch die Abgeordneten der SPÖ fallen sie ihrem eigenen Landeshauptmann in den Rücken. Dieses Signal der Unverbindlichkeit gegenüber den Landeshauptleuten ist ein fatales“, zeigt sich Hueter enttäuscht ob des Umfallens binnen einer Woche. Der Kerninhalt des Beschlusstextes im VP-Dringlichkeitsantrag entsprach inhaltlich und textlich jenem der LH-Konferenz.

„Wenn Naturschutzreferent Rolf Holub heute selbst eingesteht, dass die Unterschutzstellung der Kärntner Seen „ein Schmarr´n“ sei und in diesem Zusammenhang behauptet, dass es endgültig vom Tisch sei, dann soll er das auch schriftlich auf den Tisch legen“, reagiert Hueter abschließend auf heutige Medienaussagen von Holub.