LAbg. Franz Wieser: Landwirtschaftliche Fachschulen sichern Wirtschaft im ländlichen Raum

Landesrechnungshof bestätigt richtigen Weg des Standortkonzeptes und der Investitionen.

Klagenfurt (05.10.2017) – „Der Kärntner Landesrechnungshof bestätigt, dass wir mit dem Standortekonzept und den Investitionen am richtigen Weg sind. Die Schaffung von Bildungszentren und die Schwerpunkte an den Standorten schaffen ein attraktives Bildungsangebot. Dass der Landesrechnungshof weitere Schulschließungen empfiehlt, liegt in der Natur seiner Aufgabe. Aber ohne Betroffene einzubinden, gehen wir hier nicht vor!“, betont der VP-LAbg. Franz Wieser heute nach einer Sitzung des Kontrollausschusses im Kärntner Landtag. Seit Jahren werden an Standorten Schwerpunkte gesetzt und hat man Standorte reduziert, wie beispielsweise die Zusammenlegung Hunnenbrunn mit Althofen, Eberndorf mit Goldbrunnhof oder gerade jetzt Drauhofen mit Litzlhof. „Die Vorgangsweise Litzlhof mit Drauhofen war beispielgebend, alle Betroffenen waren eingebunden und tragen das Projekt mit“, weist Wieser hin.

Einen ganz neuen Schwerpunkt hat man am Stiegerhof geschaffen, wo man eine Kooperation mit den Kärntner Tourismusschulen zum Thema Pferdewirtschaft eingegangen ist. Der Rechnungshof empfiehlt weiters beispielsweise in Zukunft auch die Zusammenlegung der Floristen-Ausbildung in Spittal mit der Gartenbauschule in Ebenthal. Außerdem empfiehlt der Rechnungshof die Sanierung der Internate, um eine zeitgemäße Ausstattung zu schaffen. „Diese Investitionen finden laufend statt, wie jetzt am Stiegerhof oder am Litzlhof“, sagt Wieser. Der Rechnungshof empfiehlt auch, die gesamte Verwaltung der Landwirtschaftlichen Fachschulen im Agrarkompetenzzentrum des Landes zu bündeln. Dort liege laut Rechnungshof die fachliche Kompetenz sowie die organisatorische und strategische Steuerung. Bekanntlich sind die Geburtenzahlen in Kärnten rückläufig, dem sei in Zukunft Rechnung zu tragen. „Die Geburtenrückgänge machen sich in allen Bereichen bemerkbar. Im landwirtschaftlichen Sektor können wir aber sehr konstante Schülerzahlen vorweisen. Darüber hinaus fehlen schon heute jährlich 50 Absolventen von landwirtschaftlichen Fachschulen, um die flächendeckende Landwirtschaft und die nachhaltige Lebensmittelproduktion in Kärnten zu sichern und zu erhalten“, weist Wieser hin. Wer heute die Ausbildung in den landwirtschaftlichen Fachschulen als Luxus bezeichnet, müsse erklären, wer künftig für die Lebensmittelversorgung und die Wahrung der Kulturlandschaft verantwortlich sein soll. Denn die landwirtschaftlichen Fachschulen bilden heute die Hofübernehmer von morgen aus und lehren den nachhaltigen Umgang mit der Natur- und Kulturlandschaft. Weiters sei die Erhaltung der Schulen in den ländlichen Regionen wichtig, um den ländlichen Raum auch als Ausbildungsstandort zu erhalten.