LR Benger schafft Lösung für raschen Holzabtransport

Nach Sturmschäden und Expertenprüfung: Regierung beschließt heute Lösung für raschen Schadholzabtransport.

Klagenfurt, 26. September 2017; Nach den Sturmschäden im Gailtal im Sommer dieses Jahres drängt nun die Zeit für den Abtransport von 60.000 bis 80.000 Festmeter Schadholz. Erst kürzlich hat die Regierung eine Expertenrunde zusammengestellt, um die verschiedenen Transportmöglichkeiten auszuloten, nachdem der LKW-Verkehr über die Landesstraße L29 auf Grund zahlreicher desolater Stellen nicht möglich ist. Forstlandesrat Christian Benger hat schon vor Wochen die Forststraßen im Gebiet ins Gespräch gebracht und sofort Mittel aus dem Forstreferat zur Verfügung gestellt, damit diese Straßen als Alternative für den Abtransport verwendet werden, vorausgesetzt die Grundeigentümer sind dafür.

„Wir sind nun zu einer Lösung gekommen. Über zwei Forststraßen, für die wir aus dem Agrarreferat 500.000 Euro zur Verfügung stellen, kann der Abtransport sofort beginnen“, so Benger. Diese Lösung könne bereits seit Wochen in Umsetzung sein, weil sie ohnehin alternativlos ist. „Die Regierungskollegen, die kaum Forstkenntnisse besitzen, haben die Verzögerung erwirkt“, erinnert Benger. Bei der Entscheidung, welche Variante nun zum Tragen komme, haben die rasche Umsetzung und der sofortige Abtransport Priorität gehabt.

Über den sogenannten Plattenweg werden die LKW ins Schadholzgebiet gelangen und über den Zuchenweg erfolgt die Abfuhr der beladenen 44-Tonner. Rund 4.000 Fuhren werden nötig sein.
Das Einverständnis der Grundbesitzer wird eingeholt. „Aber ist natürlich auch in deren Interesse, das Schadholz so schnell wie möglich abzutransportieren, weil ein Käferbefall einen noch größeren Schaden für alle bedeutet“, weist Benger hin.

Die 500.000 Euro aus dem Forstreferat sind reserviert für Adaptierungen für die schweren LKW-Fuhren sowie für Ausbesserungsarbeiten. Der private Weg muss in einem ordentlichen Zustand hinterlassen werden.

Diese Woche können die Adaptierungen an den Forststraßen starten, wenn der Beschluss der Grundeigentümer schriftlich vorliegt.

Zugleich werde auch die Landesstraße saniert. Die Gesamtkosten, inkl. Forststraßen, belaufen sich auf 3,4 Mio. Euro. „Straßen und Wege sind die Lebensadern im ländlichen Raum. Bewirtschaftung, Arzt, Arbeit, Schule – ohne sichere Straßen, geht’s nicht“, so Benger.